Warum singe ich?

 

Als Jugendlicher war ich begeistert von den Indianern

Nordamerikas. Lebensweise, Geschichte, Naturnähe, ihre

Eingebundenheit in den Kosmos haben mich fasziniert.

Wenn auch meine eigene Fantasie vielleicht wenig mit der

Realität zu tun hatte: Das Bild des  Menschen, der mit seiner Umwelt

verschmilzt, Teil von ihr ist mir ihr und sich selbst in Kontakt ist,

zieht mich nach wie vor magisch an.

 

Kaum etwas scheint auf den ersten Blick dazu mehr im Widerspruch

zu stehen als klassischer Gesang. Und doch gibt es wesentliche Parallelen: 

Da ist zunächst die Suche nach dem Ursprünglichen. Wer bin ich? Wie

singe ich so, dass es natürlich ist? Dass all der verkopfte Ballast, wie man

gerne wäre, zugunsten eines organischen, unkomplizierten Vorgangs

verschwindet? Inzwischen habe ich gelernt, dass es möglich ist .

 

Die zweite Parallele ist das Bild des freien, vom Irrsinn der westlichen

Zivilisation unbelasteten Menschen - ein romantischer Wunschtraum.

Und doch: singend erlebe ich meinen Körper energiegeladen, lebendig

und wie ein vergrößertes, befreites, entgrenztes Selbst.

 

Die dritte Parallele ist der intensive Kontakt mit der Umgebung.

Indem ich singe, sende ich Klang aus,  Musik, Inhalte, Emotionen etc.

Physikalisch gesprochen entsteht Resonanz: Als Zuhörer können

Sie einen guten Sänger körperlich spüren.

Das ermöglicht einen Kontakt, der in seiner Unmittelbarkeit auf anderen

Wegen kaum herzustellen ist: Kontakt zu meinen Mitmusikern, dem

Zuhörer, dem Raum, dem Komponisten und zu diesen wunderbaren

Werken, die mich begleiten, seit ich denken kann.

 

 

Johannes GreenBaritonReferenzenKonzerteWarumHomeBaritonÜber michKontaktRückschauVorschauBücher / CDsFotografieGesangsunterrichtHörproben

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